Schacholympiade in Chennai – USV TU-Spieler GM Bartel mit Gold!

 
 

Vom 28.07.-10.08. wurde in Chennai/Indien die 44.Schacholympiade ausgetragen, wobei die Schacholympiade im Prinzip eine Nationalmannschafts-Weltmeisterschaft darstellt. Mit dabei waren 5 Bundesligaspieler vom USV TU mit teilweise hervorragenden Leistungen.

Bei den Herren traten 186 Teams an, bei der Olympiade der Frauen waren 162 Mannschaften am Start. In einem so großen Feld hat ein Sieg in der Schlussrunde natürlich einen großen Einfluss auf die Endplatzierung. Das deutsche Herrenteam spielte die letzte Runde an Tisch1, fiel durch die 1:3-Niederlage gegen Indien 2 jedoch auf den 22.Platz zurück – bei einem Sieg wäre man immerhin 7.geworden. Sehr stark dabei der noch 17-Jährige Vincent Keymer mit 6/8 am 1.Brett, wogegen USV TU-Spieler Liviu-Dieter Nisipeanu mit 4,5/8 solide, aber leicht unter seiner Erwartung agierte.

Sieger im Männerbereich wurde bei Abwesenheit der großen Schachnationen Russland und China fast schon sensationell das junge Team von Usbekistan, welches mit 4 U20-Spielern angetreten war. Eine großartige Leistung erzielte in Chennai USV TU-Bundesligaspieler GM Mateusz Bartel, der am 5.Brett der polnischen Mannschaft gemeldet, 6,5/8 erzielte, dafür die Goldmedaille am 5.Brett errang und nun wieder klar über die 2600er ELO-Marke sprang.

Für die Slowakei waren die USV-TU-Spieler GM Jergus Pechac und IM Juraj Druska im Einsatz, wobei Jergus am 1.Brett mit 6/8 ebenfalls sensationell gut agierte, dabei u.a. Weltmeister Magnus Carlsen mit Schwarz ein Remis abrang. Für Juraj lief es nach seiner überragenden Bundesligasaison mit GM-Norm dieses Mal in Chennai mit 4/10 etwas weniger gut, wobei jedoch auffallend viele Spieler aus Mittel- und Nordeuropa unter ihren Möglichkeiten blieben, evtl. den Anpassungsproblemen an die Wetterbedingungen in Indien geschuldet.

Mit GM Peter Michalik als Neuzugang für die kommende BL-Saison war noch ein weiterer USV TU-Spieler im Einsatz, mit einem starken Ergebnis von 6/9 für die tschechische Nationalmannschaft. Gratulation und und Herzlich Willkommen Peter!

Bei den Damen setzten sich die stark besetzten Ukrainerinnen durch, wobei den deutschen Damen mit einem Sieg in der letzten Runde den Sprung in die Top-10 gelang – Platz zehn ist eine gute Leistung. Überragend dabei die bayrische Spitzenspielerin Jana Schneider, die für ihre 9/10 am 4.Brett – dabei auch hier am 5.Brett gemeldet – die Goldmedaille für das 5.Brett verliehen bekam.