Schachbundesliga: USV steigt ab
Jetzt steht es fest: USV beendet die Schachbundesliga-Saison als Tabellenletzter und ist sportlich abgestiegen. Sieg, Unentschieden und Niederlage am letzten Abschlusswochenende in Berlin änderten nichts mehr am Tabellenbild.
Die zentrale Endrunde in Berlin begann mit einem 4:4 gegen Abstiegskontrahent Schachfreunde Berlin. Dort hätte Roven Vogel die Chance gehabt, TU zum Mannschaftssieg zu führen, als er im Sweschnikov-Sizilianer etwas Vorteil erspielt hatte. Als sich dieser jedoch verflüchtigte, fand er nicht die genaueste Fortsetzung und musste später sogar die Waffen strecken. Besser lief es gegen den SV Werder Bremen. Dort siegte der USV mit 5:3 nach Siegen von Maximilian Neef, Raj Tischbierek und Mateusz Bartel, ehe am Abschlusstag eine erwartbare 2,5:5,5-Pleite gegen den SK Kirchweyhe, ein ausschließlich aus Legionären bestehendes Team, folgte.
Der Blick auf die Einzelergebnisse verrät, weshalb die Zeit in der Bundesliga endet. Außer Jens-Uwe Maiwald (3,5 aus 7) und Liviu-Dieter Nisipeanu (5 aus 9) und Thai Dai Van Nguyen (1,5 aus 2) holte keiner der Spieler 50 Prozent der Punkte oder mehr. Sicher wäre auch eine etwas höhere Spielbereitschaft von Spitzenbrett Thai Dai Van Nguyen förderlich gewesen. Ansonsten setzt Dresden auf den Dresdner Weg, der die Förderung junger einheimischer Spieler vorsieht, während andere Teams ausschließlich mit Profis antreten und deshalb die Nase vorn hatten.
Im neuen Jahr soll mit der Unterstützung von Sponsor UKA in der 2. Liga ein neuer Anlauf genommen werden, um in die Schachbundesliga zurückzukehren. Bis zuletzt wurde gehofft, dass sich durch Rückzüge anderer Vereine noch eine Tür in die Bundesliga öffnet. Doch nun ist klar, dass durch die Rückzüge von Deizisau und Wolfhagen nur MSA Zugzwang und SF Berlin und nicht Dresden die Klasse halten.