Mitgliederversammlung: erfolgreiches Jahr, Bundesliga-Planungen und Beitragserhöhung

Auf ein erfolgreiches Jahr blickten die 20 Teilnehmer bei der diesjahrigen Abteilungsversammlung am 15. Mai zurück, und das in allen Sparten des Vereins. So war die Bundesligamannschaft mit dem 7. Platz so gut wie nie, der 3. Platz bei der selbst ausgerichteten Pokal-Mannschaftsmeisterschaft ebenso ein Höhepunkt. Spielleiter Michael Kabuß berichtete bei den weiteren Mannschaften unter anderem über die Meisterschaft der Dritten in der 1. Landesklasse und die der Frauen in der Regionalliga (weiteres siehe den Bericht vom 7.5.). Wermutstropfen war die Meldung der Siebten mit vier Mann in der Stadtliga statt wie vorher mit acht Mann, was trotz Neuzugängen vermutlich so bleiben wird; immerhin konnten auch dort Wiedereinsteiger und Neuanfänger gut im Spielbetrieb Fuß fassen.
Jugendleiter Frank Schubert vermeldete nicht nur den Gewinn der JSBS-Wertung, der alle Aktivitäten im Jugendschachbund Sachsen bewertet, Rekorde bei Einzelmeisterschaften wie 30 qualifizierte Teilnehmer für die Bezirks- und 9 für die Sachsenebene und zuletzt die Sachsenmeisterschaft der U10-Mannschaft, sondern auch mit Simon einen neuen Trainer. Angesichts der sieben Trainingsgruppen mit derzeit sechs Trainern ist das die Grundlage für weitere solche Erfolge und weitere Trainer seien gern willkommen.

In den konstruktiven Diskussionen der Aussprache zu den Berichten nahm besonders die Verknüpfung der Sparten, die weitere Belebung des Vereinsabends und die mögliche Öffentlichkeitsarbeit einen großen Raum ein. Die Möglichkeiten eines Bundesligaspieltags in Dresden mit entsprechendem Begleitprogramm, beispielsweise einem Simultan, wurde vom neuen Mannschaftsleiter der Ersten Paul Hoffmann gerade nach der Ausrichtung der Pokal-Endrunde vorgeschlagen und gerade mit Hinblick auf die Kinder und Jugendlichen von Frank Schubert sehr begrüßt. Die diesjährigen Runden in Meißen waren laut Paul schwach besucht gewesen und hätten das Potenzial für den Verein durch dieses Aushängeschild weitgehend brach liegen lassen, was möglichst verbessert werden solle. Ansonsten solle der Weg der Integration der Eigengewächse in die Bundesligamannschaft weiter beschritten werden, selbst wenn dies eine leichte Schwächung bedeuten könnte. Die Versammlung stimmte dem Start der BL-Mannschaft auch in der neuen Saison einstimmig zu.

Abteilungsleiter Tilman Barthel warb für den Spielabend, der besonders an den Abenden nach den Mannschaftswettkämpfen mit seinen Analysen sehr attraktiv geworden sei. Bei Blitzturnieren und freiem Spiel habe der Zuspruch dagegen unter den Erwartungen gelegen. Auf der Homepage würde nun regelmäßig der Plan für die nächsten drei bis vier Wochen veröffentlicht.

Die stellvertretende Abteilungsleiterin Ina Gottschall stellte eine solide Planung für den Start der Frauenmannschaft im nächsten Jahr in der 2. Bundesliga dar, dem daraufhin von den Mitgliedern zugestimmt wurde.

Schatzmeister Eberhard Engelhardt gab bei den Finanzdaten einen weiteren Rückgang des Bestands an, der allerdings wegen Verschiebung von Kostenstellen zwischen den einzelnen Jahren weniger dramatisch sei als auf den ersten Blick. Der Kontostand sei zudem noch angemessen hoch. Durch Erhöhung der SVS-Beiträge und der Raumnutzungsgebühren, die in Zukunft weniger vom Gesamtverein unterstützt würden, könne aber mit Zusatzkosten von 8 € je Mitglied und Jahr gerechnet werden. Der Vorstand hatte daher drei Vorschläge zur Erhöhung des Abteilungsbeitrags ab 2018 gemacht. Die Mitglieder entschlossen sich jedoch für einen weiteren Vorschlag, der noch darüber lag und nun insgesamt 5 Kategorien von Beiträgen vorsieht. Es werden Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Studenten und Dresden-Pass-Inhaber sowie neu fördernde Mitglieder unterschieden.

Da die Abteilungsleitung bis zum nächsten Jahr gewählt ist, standen keine Wahlen an. Die Entlastung für das letzte Jahr wurde einstimmig vorgenommen. Die Suche nach einem zweiten stellvertretenden Abteilungsleiter, dessen Funktion erst im Vorjahr zur Entlastung des restlichen Vorstands bei nunmehr 130 Mitgliedern in die Abteilungssatzung aufgenommen worden war, blieb allerdings erfolglos.
Durch die Vielzahl der Themen und vielleicht auch geringe Moderation bei diskussionsfreudigen Mitgliedern wurde es dieses Mal eine lange Sitzung im Bootshaus bis kurz vor Mitternacht, in der aber sicher einige Weichen für die Zukunft gestellt werden konnten.