Favoritensiege im Pokal-Halbfinale: Baden-Baden siegt klar gegen TU und trifft im Finale auf Hockenheim

Der OSG Baden-Baden und der SV Hockenheim stehen im Finale der Pokal-Mannschaftsmeisterschaft. Die OSG Baden-Baden setzte sich deutlich mit 4:0 gegen den Gastgeber USV TU Dresden durch, der SV Hockenheim glich erst nach sechs Stunden durch Dennis Wagners Sieg den 1:2-Rückstand aus und gewann durch Berliner Wertung.

Theos Schwester Lily bescherte uns bei der Auslosung den schwersten möglichen Gegner (alle Bilder von Karsten Wieland)

bei Chessbase: Paarungen und Ergebnisse mit mindestens so schönem Bericht

Die Auslosung bescherte uns mit dem Deutschen Meister den großen Favoriten, der auch in seiner Aufstellung keinen Zweifel daran ließ, den Pokal zurück nach Baden-Baden zu holen: an den Brettern saßen Sergej Movsesian, Arkadi Naiditsch, Georg Meier und Jan Gustafsson den jungen Dresdnern Hans Möhn, Roven Vogel, Maximilian Neef und Theo Gungl gegenüber. Schon ausgangs der Eröffnung gab es an mehreren Brettern Vorteile für die OSG. Movsesian wandelte gegen Möhn letztlich seinen Raumvorteil in entscheidenden Bauernvorteil um. Gustafsson hatte nach Leichtfigurenabtausch wesentlich bessere Figurenstellung und Bauernstruktur und erhöhte auf 2:0. Verwickelter war das Spiel von Naiditsch, mit Vorstoß seines e-Bauern gewann er die Qualität und siegte gegen Vogel. Neef hatte als einziger Dresdner lange Ausgleich, geriet dabei aber gegen Meier in Zeitnot und beging dort den entscheidenden Fehler.

unsere Bretter 1 und 2 mit Hans Möhn und Roven Vogel gegen Sergej Movsesian und Arkadi Naiditsch

unsere Bretter 3 und 4 mit Maximilian Neef und Theo Gungl gegen Georg Meier und Jan Gustafsson

Viel spannender verlief trotz der klaren Favoritenrolle für Hockenheim der zweite Kampf. Kopylev brachte am 4. Brett Norderstedt in wesentlich besserer Stellung in Führung, als .. noch einen Läufer einbüßte. Sowohl an Brett 1 als auch an Brett 3 entwickelten sich lange Schwerfigurenkämpfe. Im Dame-Turm-Endspiel drückte Arik Braun lange gegen Emil Powierski, der aber dann ins Dauerschach entwischte; nur wenig später fand auch Lawrence Trent im Damenendspiel gegen Rainer Buhmann ein solches. Für den Ausgleich für Hockenheim konnte somit nur noch Dennis Wagner am 2. Brett gegen Andrej Ostrowskij sorgen, und es gelang ihm: im Springer-Läufer-Endspiel gewann er Bauern und nach sechs Stunden das Spiel.

Spieler und Kiebitze im schönen Ambiente des Rathaus-Festsaals

Somit kommt es am Sonntag zum Finale zwischen Meister Baden-Baden in der Favoritenrolle und Vizemeister Hockenheim, im kleinen Finale spielen TU Dresden und Norderstedt. Wie am Samstag werden die Partien im Nachbarraum von Dirk Wegener und Tim Oehl kommentiert. Auch für’s leibliche Wohl ist gesorgt – wir hoffen wie heute wieder auf einige Gäste.